Apportierhunde

In England werden die Apportierhunde als Spezialisten für die Suche nach dem Schuss und das Bringen des Wildes eingesetzt. In Deutschland werden diese Jagdhunde seit etwa 20 Jahren gezüchtet und sehr vielseitig im Jagdbetrieb eingesetzt.

Golden Retriever (Gretr): langhaarig, Rute nicht kupiert, Schulterhöhe: Rüde 56-61 cm, Hündin 51-56 cm, Farben: von gold bis creme. Schwarze Nase

Vorstehhunde

Vorstehhunde gehören zu den am häufigsten geführten Jagdhunden. Sie repräsentieren den sogenannten "Vollgebrauchshund". Die Hunde sind für alle anfallenden Arbeiten (ausgenommen Bauarbeit) in Feld, Wald und Wasser brauchbar. Das besondere Verhalten, das diese Hunde auszeichnet, ist das sogenannte Vorstehen. Ein Vorstehhund, der bei der Suche Witterung des Wildes aufnimmt, unterbricht sein Suchen und bleibt ruckartig stehen. Am bekanntesten ist die Vorstehphase, in welcher der Hund einen Vorderlauf anhebt und mit dem Kopf in Richtung des Wildes zeigt.

Deutsch-Drahthaar rauhhaarig, Rute kupiert, Schulterhöhe Rüde: 61-68 cm, Hündin: 57-64 cm, Farben: dunkel bis mittelbraun, braun mit und ohne Brustfleck, Braun- und Schwarzschimmel mit und ohne Platten. Der häufigste Vorsteh-hund in Deutschland
Großer Münsterländer langhaarig, Schulterhöhe Rüde: 60-65 cm, Hündin: 55-60 cm, Farben: weiß mit Platten und Tupfen, schwarz geschimmelt, hell bis dunkel, schwarzer Kopf, teils mit weißer Blesse oder Schnippe. Guter Lautjäger und Verlorenbringer.
Kleiner Münsterländer
langhaarig, Rute mittellang mit langer Fahne, gerade getragen, darf sich im letzten Drittel leicht nach oben krümmen. Schulterhöhe Rüde: 52-56 cm, Hündin: 50-54 cm, Farben: braun-weiß, Braunschimmel. Kleinster Deutscher Vorstehhund. Suche geht mehr in die Breite als in die Tiefe
Weitere kontinentale Vorstehhunde:
Magyar Vizsla (Ungarischer Vorstehhund): kurz- und rauhaarig, kupiert oder nicht kupiert,
Magyar Vizsla Schulterhöhe: etwa 60 cm, Farben dunkelsemmelgelb in verschiedenen Tönungen, weiße Flecken an Brust und Pfoten gestattet. Starke Einstellung auf seinen Herrn, leicht-führig und vielseitiger Gebrauchshund.

Schweisshunde
Diese Hunde werden speziell zur Nachsuche auf Schalenwild eingesetzt, das durch nicht tödliche Schüsse oder im Straßenverkehr verletzt wurde. Der Schweißhund hat einen ausgeprägten Geruchssinn, sucht nach der Wundfährte – so nennt der Jäger die Spur das verletzten Wildes. Der Schweißhund hat die Aufgabe, sein Herrchen zu dem verletzten oder verendeten Wild zu führen.

Hannoverscher Schweißhund (HSH): kurzhaarig, kräftige Gestalt, Schulterhöhe 50-55 cm, Farben: fahlhellrot bis dunkelhirschrot. Nachsuchenspezialist vor allem auf Hirsch und Wildschweine
Erdhunde
Diese Hunde sind aufgrund ihrer Körpergröße, Arbeitswille und Schärfe für die Arbeit im Fuchs- oder Dachsbau bestens geeignet. Ebenso leisten sie bei der Stöberjagd sowie bei der Nachsuchenarbeit an wehrhaftem Wild beste Arbeit.
Dackel oder Dachshund): Unkupiert, Schulterhöhe ca. 20 cm. Kurzhaar - Teckel (KT): einfarbig rot, rotgelb oder gelb, mit oder ohne schwarze Stichelung, zweifarbig tiefschwarz oder braun oder grau oder weiß mit rostbraunen oder gelben Abzeichen, getigert oder gestromt.
Rauhhaar -Dackel: alle Farben sind zulässig, weiße Abzeichen an der Brust erlaubt.
Deutscher Jagdterrier: rau- und glatthaarig, Rute kupiert. Schulterhöhe: 33-40 cm, Farben: schwarz, schwarzgrau meliert oder dunkelbraun mit braunrotgelbem Zeichen an den Augenbrauen. Schneidige und draufgängerische Hunde.
Foxterrier (oben): drahthaarig und glatthaarig, Rute kupiert, Schulterhöhe: 39 cm, Farben: weiß mit schwarzen und braunen oder lohfarbenen Abzeichen.
Jack Russel Terrier (rechts): rauhaarig und glatthaarig, Rute kupiert,Schulterhöhe zwischen 28-38 cm, Farben: weiß vorherrschend, mit Marken an Kopf, Körper und Rute in weiß-braun-schwarz Farbkombination.

Bracken
Die Bracken wurden in früheren Zeiten in sehr großen Revieren eingesetzt. Dort sucht der Hund weiträumig nach Wild und jagt es anhaltend lange seinem, am Jagdausgangspunkt wartenden Führer zu. Diese Jagdart geht über weite Strecken und dauerte lange. Daher ist die Ausübung der Brackenjagd (das Brackieren) nach dem Bundesjagdgesetz nur auf zusammenhängenden Flächen von mehr als 1.000 Hektar zulässig. Die heute überwiegenden Einsatzgebiete sind die Nachsuchenarbeit und Stöberjagd auf Schalenwild. Die Bracken zeichnen sich als feinnasige, spursichere und wildscharfe Hunde mit gutem Spurlaut aus.


Deutsche Bracke
: kurzhaarig, Schulterhöhe: 40-53 cm, Farben: von rot bis gelb mit schwarzem Sattelfleck und weißen Bracken-Abzeichen.

Beagle
: kurzhaarig, nicht kupiert, Schulterhöhe: 33-40 cm, Farben: dreifarbig, schwarz-rot-weiß, in allen Abstufungen, weiße Rutenspitze. Ausgeprägter Spurwille und sicherer Spurlaut.
Die Hundesprache
Jägersprache - kein Geheimnis!
Appell = Gehorsam *** Apportieren = Bringen *** Behang = Ohren *** Blenden = Vorstehen ohne Wild *** Blinken = Vorhandenes Wild nicht anzeigen *** Buschieren = Suchen im Busch *** Decke = Fell *** Fahne = Haarbehang der Rute *** Fang = Schnauze *** Fänge = Eckzähne *** Faseln = unsicheres Herumsuchen *** Feuchtrute = Penis *** Firm = fertig abrichten *** Gebäude = Körper *** Geläut = Hundebellen *** Hasenrein = Nichtbeachtung von Hasen *** Hatz, Hetze = Wild verfolgen *** Hängen = nach der Kopulation verbunden bleiben *** Hitze = Läufigkeit der Hündin *** Hündin = weiblicher Hund *** Laut geben = bellen *** Läufe = Beine *** Lefzen = Lippen *** Losung = Kot *** Markieren = Anzeigen von Wild *** Nachprellen = aufstehendem Wild ohne Befehl nachhetzen *** Nase = Geruchssinn *** Nässen = Wasser lassen *** Revieren = Gelände absuchen *** Rüde = männlicher Hund *** Rute = Schwanz *** Schärfe = Angriffslust *** Schnalle = weibliches Geschlechtsteil *** Schusshitzig =unruhig bei Schuss *** Schussscheu = Ängstlichkeit bei Schuss *** Spurlaut = Hund bellt, wenn er auf der Fährte Wild verfolgt *** Stechen = Wild aufscheuchen *** Weidloch = After *** Welpe = Hundekind *** Wesensfestigkeit = Zuverlässigkeit, Nervenruhe
Hunderassen