Sonntag, 15. Mai 2011: Große Einweihungsfeier des Naturraum Moosbachtal!
So stand es auf der Einladung. Und sehr viele Moosbacherinnen und Moosbacher, aber auch lokale Prominentz waren der Einladung gefolgt. Wenngleich die Sonne sich versteckte, zeigten sich die Gäste sehr fröhlich. In Moosbach hat man so viel Sonne im Herzen, dass das gar nicht wirklich auffiel.Lediglich die vereinzelt aufgespannten Schirme verrieten es.
Den Wetterkapriolen zum Trotz waren viele Moosbacherinnen und Moosbacher zur Eröffnung gekommen.
Kurze, aber dennoch interessante Worte fanden die Redner am Pult: (v.li., obere Reihe:) Bürgermeister Ing. Hans Scharf, Vzbgm. Franz Wührer, Dr. Gottfried Schindlbauer, Bundesrat Ferdinand Tiefnig, Obmann Dorferneuerung Gottfried Eiblmeier, (untere Reihe v.li.) LTAbg. Bgm. Franz Weinberger, LTAbg. Bgm. Erich Rippl, Bezirkshauptmann Mag.Dr. Georg Wojak, Pfarrer Mag. Gregor Gacek und Altheims Pfarrer Mag. Franz Strasser eröffneten gemeinsam.
Ohne sie kein Fest: die Musikkapelle Moosbach spielte wieder großartig auf und verlieh dadurch einen würdigen Rahmen.
Viele Bürgermeister aus den umliegenden Gemeinden (Treubach, Weng, Mauerkirchen, Altheim und Lengau kamen nach Moosbach um mitzufeiern. Bgm. Hans Scharf (re.) richtete einen fragenden Blick gen Himmel: Ob´s wohl schöner wird?
Zahlreiche Ehrengäste lauschten den Rednern, darunter auch Gen.a.D. Dr. Karl Schöller, flankiert von den Goldhauben-damen Helga Seidl (li.) und Helga Gurtnr (re). Auch sie sind fixer Bestandteil von Festlichkeiten in Moosbach.
Während die einen noch im Regen gespannt den Eröffnungsreden beiwohnten, zogen sich andere Gäste ins Trockene zurück: ein noch kurzerhand aufgestelltes Festzelt diente den Geladenen als sicherer, trockener Zufluchtsort.
Immer gleich gut drauf und immer wieder gerne dabei: Moosbacherinnen und Moosbacher beim Feiern.
Sie hatten die Bewirtung wieder voll im Griff: die Damen von der "Gesunden Gemeinde" und ihre fleißigen Helfer.
Selbstgebackene Torten, hervorragend schmeckende Kuchen und allerlei andere Köstlichkeiten wurden angeboten.
Bei Kaffee und Kuchen konnte man es im Festzelt gut aushalten. Geselligkeit kennt eben kein Wetter.
Bäckermeister Adolf Sailer aus Mauerkirchen und Sepp Wührer hatten im neuen Backofen wieder frisches Brot gebacken.
Dann gab es von Vizebürgermeister Franz Wührer noch eine Überraschung für Bürgermeister Hans Scharf: Er hatte ein schönes Bild vom markanten Fachwerkhaus im "Naturraum Moosbachtal" als Erinnerung anfertigen lassen.
Stolz präsentierte Bürgermeister Hans Scharf das Bild den Gästen. Seine charmante Frau Maria erhielt als Dankeschön für die zahlreichen Stunden, die sie durch den Bau alleine Zuhause war, einen schönen Blumenstrauß. Insider sprachen ja bereits davon, dass er- der Herr Bürgermeister, sich da sein "Auszugshäusl" gebaut habe. Und der Herr Bezirkshaupt-mann ließ anklingen, dass der "Naturraum Moosbachtal" für einen hundertptozentigen Biologielehrer ohnedies eine schöne Beschäftigung wäre, wenn er dann mal in Ruhestand geht. Für Moosbachs Gäste wäre es allemal von Vorteil.
Vize Franz Wührer bedankte sich bei Bürgermeistergattin Maria Scharf für die vielen Stunden, die sie ohne ihren Hans verbringen musste mit einem Blumenstrauß- und einem Küsschen in Ehren. Sie und die Fraktionsobmänner Josef Köhl, (li.), sowie Vzbgm. Ing. Franz Seeburger und Josef Reiseder jun., schlossen sich dem Blumengruß an.
Mit der oberösterreichischen Landeshymne "Hoamatland" wurde der offizielle Teil durch die Musikkapelle feierlich beendet.
Erleichterte Gesichter, das Wetter hatte halbwegs gehalten und der "Naturraum Moosbachtal" war feierlich eröffnet.
Flotte Bedienung- aber auch Selbstbedienung war möglich. Jeder wie er wolte. Und alle waren sehr zufrieden.
Dann ging auch die Prominenz zum gemütlichen Teil über- und im Nu entstand die bekannt gesellige Moosbacher Atmosphäre, der Herr Bezirkshauptmann Dr. Wojak immer wieder gerne beiwohnt. Heuer bereits zum dritten Mal.
Dr.Edgar Schöller uns sein Sohn waren die ersten, die sich durch eine Spende als "Pate für einen Wanderführer" im Naturraum Moosbachtal "verewigten".
Halt- was ist das denn? Ein Gast mit Sandalen- aber Gott sei Dank ohne Löcher in den Socken. Wer kann das wohl gewesen sein? Dreimal dürfen Sie raten!

Dieses Foto soll für heute das Letzte sein: Ein zufrieden wirkender Bürgermeister Hans Scharf, mit Bürgermeisterkollegen aus den umliegenden Gemeinden.

Fazit: Eine Moosbacherin hat dem Autor dieser Zeilen bei der Ankunft einen schönen und vor allem passenden Satz gesagt: "Es ist großartig, was in unserem so kleinen Ort in letzter Zeit alles gemacht wurde!" Dieser an sich schon sehr zutreffenden Beurteilung möchte ich nur eine kleine Korrektur anfügen: "Gemacht wurde- und weiterhin gemacht wird!". Denn die nächsten Projekte sind schon im Endstadium: der neue Kinderspielplatz, und soeben begonnen- der neue Pfarrgarten, dessen Eröffnung noch im Herbst 2011 folgen wird!
Und für alle, die es bisher noch nicht wußten, sei es hier nochmals erwähnt: Der größte finanzielle Teil für fast alle erledigten und noch bevorstehenden Aktivitäten stammt aus Fördermitteln der EU, des Landes OÖ. und des Bundes. Geschickte Moosbacher Politiker haben das genial eingefädelt. Moosbachs Budget blieb unangetastet!
Im Gegenzug wurden aber von zahllosen Freiwilligen mehr als 2.200 Arbeitsstunden geleistet.
Ihnen gilt unser besonderer Dank!

 

Hier finden Sie die von Peter Franzmayr neugestaltete Webseite
Naturraum Moosbachtal

Bei herrlichem Sommerwetter (und das am 20. April 2011) trafen sich etliche Moosbacher und Wenger beim Infopoint des neugestalteten "Naturraum Moosbachtal". In einem extra dafür gebauten Innviertler Backofen, unter Mithilfe zahlreicher freiwilliger Helfer, entstand diese schöne Bauwerk. Und nach einem "Probebacken" gleich nach fertigstellung, war es dann klar, beim nächst bester Gelegenheit, wird wieder eingeheizt. Diesmal brauchten einige Moosbacherinnen ihren selbst gekneteten Teig mit, und backten so ihr eigenes Brot, das aber reißenden Absatz bei Erdäpfelkas und köstlicher Eierspeise nahezu restlos aufgegessen wurde. Einige Bilder davon sehen Sie hier im Anschluss!
Gemütliches Beisammensitzen und auf das herrlich duftende Brot warten war am 20. April angesagt.
Der Fotograf musste natürlich sofort beim kurz geöffneten Backofen einmal den Auslöser drucken.
Dann war es soweit: Der Mauerkirchener Bäckermeister Adolf Sailer sen., der die Aufsicht übernommen hatte, konnte die ersten wohlgeformten Brotlaibe herausholen, unterstützt von Martina Hofmann, und anderen Helfern. Das gefiel ihm!
Auch der Herr Bürgermeister hat sich sofort beteiligt. Ein Laib schöner und wohlriechender als der andere.
Und was uns der Herr Bürgermeister mit seiner Geste sagen will, hat vermutlich nicht nur Haller Zenzi verstanden: einfach spitze, soll das wohl heißen. Recht hat er, so war es. Heidi Stempfer und Helga Gurtner engegierten sich und machten den Gaesten eine herrliche Eierspeise, die Ratztfatz wieder weg war.
Dauerte aber nicht lange, war Nachschub da. Und die Gäste konnten sich satt essen.
Teamwork ist einfach alles, und dafür sind die Moosbacherinnen und Moosbacher bekannt. Und wenns ums Essen geht, dann umso mehr. Wie heißt es im Innviertel so schön: "Essen und Trinken ..." Und so war es wieder.
Und Adi Sailer schnitt Scheibe um Scheibe ab, sodass er am Ende schon über Gelenkschmerzen klagte. Tja- lieber Adi, in Moosbach packt einfach jeder mit an, und Nachbarschftshilfe (auch aus Mauerkirchen) wird gerne angenommen.

Diese Moosbacher packten seit letztem Herbst richtig mit an, und trugen zu dem Gelingen bei. Auf dem Bild v.li.: Josef Reiseder, besser bekannt unter dem Titel " da Kasper Sepp"- war der Maurer, unterstützt von Sepp Bruckbauer, Vzbgm. Franz Wührer, Zimmermeister Gerhard Daxecker, Bürgermeister Hans Scharf und Polier Josef Reiseder jun.

 

Die nächsten Bilder gibt es von hier wieder, wenn am 15 Mai die offizielle Einweihungfeier stattfindet.

Die 2 Folder über den Naturraum Moosbachtal können Sie sich hier ansehen! (4 einzelne PDF Dateien)

Folder 1 außen
Folder 1 innen

Folder 2 außen
Folder 2 innen

 

Moosbacher HAK- Schülerinnen machten Maturaprojekt über den
Naturraum Moosbachtal
Die zwei Moosbacherinnen Kristina Scharf und Lea Bruckbauer haben gemeinsam mit zwei ihrer Mitschülerinnen in mühevoller Kleinarbeit eine tolles Maturaprojekt über den Naturraum Moosbachtal entwickelt. Auf Nachfrage hin, erklärten mir die jungen Damen dazu folgendes:

"Da der Verein natürlich noch keinerlei Werbematerial verfügte, war unsere zentrale Aufgabe die Erstellung von Werbematerial. Dazu gehören ein Logo, Folder (2 verschiedene, allgemeine Beschreibung und Wanderkarte) und Visitenkarten für die Naturführer. Das Geld für die Druckerei deckten wir durch zahlreiche Sponsoren ab, die auf den Foldern angeführt werden. Bereits im Herbst organisierten wir einen Klassenausflug mit der VS Moosbach (3. und 4. Schulstufe) und der Landschafts- und Naturführerin Kathi Beinhundner (Neukirchen) durch den Naturraum. Weiters interviewten wir den Obmann Gottfried Eiblmeier, Kathi Beinhundner und die Direktorin Ulla Benischek.
Sowohl die Interviews, als auch der Klassenausflug sind in einem kurzen Film festgehalten. Außerdem führten wir eine Umfrage bei den freiwilligen Helfern des Projektes durch und analysierten diese. Natürlich hoffen wir sehr, dass unsere Ergebnisse gut ankommen und freuen uns, dass alles so gut funktionierte".

Von links nach rechts die "Aktivistinnen": Andrea Stiglbauer (Mining), Kristina Scharf, Lea Bruckbauer (Moosbach) Sandra Mühlbacher (Maria Schmolln)

 

Rechtes Foto:
Die Moosbacher Schülerinnen und Schüler haben den neuen Lehrpfad im Rahmen ihres Schulausfluges schon besucht und waren begeistert.

 

Lehrpfad Naturraum Moosbach
(Eine Vorabinformation der Gemeinde Moosbach)
Das neue Zentrum führt- nach Fertigstellung, auf einem ca. 2 km langen Lehrpfad entlang des mäandrierenden Dambaches auf etwa 7 ha Projektfläche in ein Ökosystem von Feuchtgebieten und Biotopen mit verschiedenen Pflanzen- und Tierarten. In dem neuerbauten Informationshaus (Fachwerkhaus mit ca. 110 m²), welches Ausgangspunkt und Ziel des Pfades ist, werden Stereolupen, Auflichtmikroskope, Informationsmaterial, Sanitäranlagen usw. zur Verfügung stehen. Außerdem soll dieser Info-Point mit einer Video-Präsentationsanlage, Beamer, Computern usw. ausgestattet werden, um einen modernen Rahmen für Vorträge zu schaffen. Ein besonderer Blickfang wird weiters die historische Vogeltenne (Vogelfanganlagen dieser Bauart kamen im Gebiet um Moosbach mehrfach vor und fanden bis in das 19. Jahrhundert Verwendung) sowie ein original Innviertler-Backofen sein. Nur die Bachüberquerungen sollen befestigt werden. Alle anderen Abschnitte und Wege werden wie in der Natur vorhanden belassen (keine Befestigungen, Schotterungen usw.).

Foto: Berghammer / Airpix

Ziel des Projektes: Grundlegendes Ziel für das gesamte Projekt, ist die Schaffung einer nachhaltig wirksamen Struktur zur Vermittlung ökologischer Grundbegriffe und Zusammenhänge. Die Integration eines Infopoints in einem Naturlehrpfad am Dambach, ist dabei der Kristallisationspunkt des Vorhabens.
Nachstehend noch weitere interessante Infos!

Dieses wunderschöne Fachwerkhaus steht am Eingang zum Infolehrpfad und wird nach Fertigstellung als Anlauf- und Infostelle dienen.
Was soll denn mal draus werden!
Zum einen dient dieser Lehrpfad dem interessierten Laien als zielführende Möglichkeit selbst mehr über die Natur und ihre Zusammenhänge erfahren zu können. Zum anderen dient der Lehrpfad der Vertiefung von Inhalten, welche im Rahmen von Praktika im Infopoint erarbeitet werden. Grundbegriffe der Ökologie, des Natur- und Umweltschutzes sollen im Wortsinn begreifbar und sichtbar gemacht werden. Im Rahmen von fachkundig geleiteten Praktika werden diverse Organismen anschaulich gemacht, Pflanzen bestimmt, Brot gebacken, Ausstellungen organisiert usw.
Motivation für dieses Projekt:
(Info von Bgm. Ing. Hans Scharf)
In unserer Gemeinde wurden vom Gewässerbezirk Braunau vor ca. 5 Jahren mehrere Wiesen sowie Uferrandstreifen entlang des Dambaches angekauft. Ein Teil dieser Flächen wurde weiterhin landwirtschaftlich genutzt. Der Großteil dieser Flächen wurde aber nur mehr jährlich einmal gemulcht, wodurch die Artenvielfalt rapide abnahm (besonders die Blütenpflanzen). Weiters verschandeln solche Flächen nach dem Mulchen das Landschaftsbild. In unserer Gemeinde besteht der sehr aktiver Dorferneuerungsverein "Moosbacher Zukunft", der sich nun mit dieser Problematik befasst hat und in mehreren Sitzungen eine Lösung dieses Problems in Angriff genommen hat. Als Biologielehrer besuche ich jährlich mit meinen Schülern den Infopoint in Ering (Deutschland), der von entsprechenden Fachleuten betreut wird. Nach dem Besuch dieses Informationshauses fasste der Dorferneuerungsverein den Beschluss, ein entsprechendes Leader-Projekt (Leader-Region Mattigtal) einzureichen. Nachdem dieses Projekt genehmigt wurde, ging es an die Umsetzung unserer Idee. Als Fördervoraussetzung wurde unserem Verein eine freiwillige Eigenleistung in Form von 1500 Arbeitsstunden vorgeschrieben. Daher sollten in die Umsetzung dieses Projektes möglichst viele Organisationen, Gruppen, Firmen, Privatpersonen, Vereinsmitglieder usw. eingebunden werden. Ein kurzer Auszug aus den mitarbeitenden Personen: " Abbund- und Holzarbeiten: Hier machte die Landwirtschaftliche Fachschule in Burgkirchen ein Holzpraktikum bei der Baufirma Huber-Wimmer in Uttendorf. Weiters werden die Verschalungsarbeiten von der Fachschule durchgeführt. Das benötigte Holz wurde von einem Moosbacher Landwirt im Winter geschlägert. " Bepflanzung der Teiche und Uferflächen: Gewässerbezirk Braunau in Zusammenarbeit mit der Hauptschule Mau-erkirchen (Biologieseminar) " Planungsmitarbeit bei der Bepflanzung und Innenausstattung durch die Land-und Naturführer aus den umliegenden Gemeinden. " Weiters haben bisher an diesem Projekt ca. 50 Personen der DE-Gruppe bzw. der Gemeindebevölkerung mitgearbeitet. " Management der Leaderregion Mattigtal (Einreichunterlagen) Auswirkungen auf das Umfeld: Moosbach ist eine ländlich strukturierte Gemeinde mit wenigen Betrieben. Damit die Jugendlichen auch in Zukunft ihren Lebensmittelpunkt in unserer Gemeinde haben werden und nicht in Ballungszentren abwandern, muss diesen ein sogenanntes "Wir-Gefühl" vermittelt werden. Durch die freiwillige Mitarbeit von Jugendlichen an diesem Projekt - Schüler unser Gemeinde haben Pflanzarbeiten durchgeführt, die Landjugend hat aktiv beim Aufbau des Infopoints mitgearbeitet, die Volksschule wird das Projekt "Trollblume" starten usw. - wird es sicherlich zu einer verstärkten Identifizierung ("Wir-Gefühl") mit unserer Gemeinde kommen. Durch die Mitarbeit von derzeit ca. 70 Personen aus unserer Gemeinde, mehreren Vereinen, Landschafts-und Naturführern, der Landwirtschaftlichen Fachschule Burgkirchen, wurden soziale Effekte erzielt und das Zusammengehörigkeitsgefühl in unserer Gemeinde gestärkt. Jeder, der hier freiwillig mitarbeitet, ist stolz darauf, wenn dieses Projekt in Medien positiv erwähnt wird.
Da der Rundweg ... auch an einem Gasthaus vorbeiführt, erhoffen wir uns für dieses eine gesteigerte Geschäftstätigkeit. Weiters wird dieser Naturlehrpfad in den Nordic-Walking-Park Weng-Moosbach eingebunden. Bei diesem Projekt sollen aber weniger die ökonomischen, sondern mehr die ökologischen Effekte im Mittelpunkt stehen: " Schaffung und Sicherung von ca. 7 ha vielfältiger Feucht- und Nasswie-sen-bestände " Schaffung von Pufferzonen zwischen Gewässern und landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen " Sicherung und Entwicklung von Lebensräumen geschützter Arten (z.B. Sumpfschrecke, Wachtelkönig, Trollblume. Schwarzährige Teufelskralle usw.) " Neuanlage einer Sträucherhecke " Gesteigertes Verständnis bei der Bevölkerung für die Themenkreise Fließgewässer, stehende Gewässer, Tiere und Pflanzen, Ufergehölze, Feucht- und Nasswiesen sowie Gewässerschutz und Umweltschutz " Wissensvermittlung und Vertiefung von Inhalten an Kindern, Jugendli-chen und Erwachsenen durch Exkursionen, Lehrausgänge, Kurse, Prak-tika usw. " Neben einem bestehenden werden zwei zusätzliche Stillgewässer ange-legt " Nachbau einer historischen Vogeltenne (Vogelfanganlage) Innovationsgrad des Projektes: Ähnliche Projekte gibt es sicherlich schon in Österreich. Uns ist aber keine solches Projekt im Innviertel bzw. nur eines in OÖ bekannt. Es unterscheidet sich aber unserer Meinung vielfältig von anderen Projek-ten: " Die Planung und Ausführung wird von einem Verein (Dorferneuerungs-verein Moosbacher Zukunft) durchgeführt. " In dieses Projekt ist die gesamte Gemeindebevölkerung eingebunden, die über 1500 freiwillige Arbeitsstunden leisten wird. "
Verwirklicht wird dieses Projekt durch die Zusammenarbeit von Firmen (z.B. Baufirma Huber-Wimmer aus Uttendorf), der Landwirtschaftlichen Fachschule Burgkirchen, der Hauptschule Mauerkirchen, den Natur- und LandschaftsführerInnen aus den Bezirken Braunau und Ried i.I., dem Technischen Büro für Biologie in Braunau, dem Dorferneuerungsverein Moosbach, Gewässerbezirk Braunau usw. Auch wird in diesem Projekt ein vielfältiges Angebot an Möglichkeiten ge-boten: " Der Infopoint wird sowohl gestalterisch als auch technisch so ausgeführt, dass Themen auf Grundlage moderner pädagogischer Praxis und in zeitgemäßer technischer Form aufbereitet und präsentiert werden können. " Naturlehrpfad mit Informationstafeln " Eine große Anzahl folgender Themenbereiche kann hier in Zukunft ab-gedeckt werden:
" Stehende Gewässer, überflutet " - Stehende Gewässer, nicht überflutet
" Tiere " Uferstreifen - Ufergehölze "
" Lebensraum Bach " Pflanzen
" Vogeltenne " Naturschutz-Gewässerschutz-Umweltschutz
" Anlage einer Früchtehecke " Einbindung überregionaler Bildungseinrichtungen - etwa die OÖ Um-weltakademie, Natur- und LandschaftsführerInnen des LFI, Lehrerfort-bildung usw.
" Erhaltung eines wunderschönen mäandrierenden Baches (Anm.: mäandrieren= sich wellenförmig schlängeln), dem Dambach.

Das Verständnis und die Vermittlung von Zusammenhängen in der Natur sind heute mehr denn je von zentraler gesellschaftlicher Bedeutung. Die Weitergabe von Wissen über grundlegende Begriffe aus den Themenkreisen Ökologie und Naturhaushalt, Umweltschutz und Nachhaltigkeit ist da-her nicht nur sozialpolitisches Erfordernis, sondern gesellschaftlicher Auf-trag. Übertragbarkeit des Projektes: Sicherlich wäre es möglich, dieses Projekt in gleicher oder ähnlicher Form in anderen Gegenden/Regionen/Gemeinden durchzuführen. Dieses Projekt konnte bei uns nur deshalb realisiert werden, weil der Natur- und Landschaftsschutz ein Schwerpunkt in der Leader-Region Oberinnviertel-Mattigtal ist. Weiters könnte ein solches Projekt an der Finanzierung scheitern (siehe Abgangsgemeinden). Um die größtmögliche Förderung zu erhalten, müsste ein solches Projekt von einem Verein geplant und umgesetzt werden. Mögliche Hemmnisse wären vielleicht neben der Finanzierung auch die Bereitschaft der Landwirte, entsprechende Flächen zur Verfügung zu stellen. Damit die Nachhaltigkeit gegeben ist, bedarf es entsprechend ausgebildeter Natur- und LandschaftsführerInnen, Landwirten, die auch in Zukunft bereit sind, diese Flächen vorschriftsmäßig zu bewirtschaften, einem Koordinationsteam usw.
Organisatorische Rahmenbedingungen:
Anzahl der involvierten Personen:
Dorferneuerungsverein: 20
Hauptschule/Fachschule: 30
Landschaftsführer: 10
Mitarbeiter aus der Bevölkerung und Vereinen: 40
Laufzeit des Projektes: Baubeginn: Oktober 2009 Fertigstellung: November 2010
Ort der Umsetzung des Projektes: 5271 Moosbach, Ortsteil: Am Dambach, entlang des Dambaches
Durch das Projekt betroffene Fläche: Derzeit ca. 7 ha Umsetzungsstand:
1. Fertigstellung des Infopoints im Rohbau
2. Beginn der Installationen (Strom, Sanitäranlagen usw.)
3. Bepflanzung (Früchtehecke, Teiche, Ufer usw.) wird im Mai abgeschlossen

Aufgrund der guten Zusammenarbeit aller beteiligten Firmen und MitarbeiterInnen konnten unsere Ziele bisher erreicht und der vorgegebene Zeitplan eingehalten werden. Dieses Projekt soll im Oktober bei einer entsprechenden Eröffnungsfeier sowohl der Bevölkerung als auch Einwohnern in unserer Region präsentiert werden.
Unser Ziel ist es, dass dieses Projekt zu einem Fortbildungs- und Ausflugszentrum wird. Damit dieses Ziel erreicht wird, bedarf es einer entsprechenden Werbung (z.B. Internet unter www.moosbach.at). Weiters werden 4 Schülerinnen der HAK Braunau im Schuljahr 2010/2011 im Zuge eines Maturaprojektes einen Werbefolder und entsprechendes Infomaterial erarbeiten. Dabei wird auch die Internet-Seite zu diesem Projekt entsprechend gestaltet.
Finanzierung des Projektes Dieses Leader-Projekt wird durch EU-Mittel, Bundes- und Landesmitteln gefördert. Diese Mittel stammen aus dem Österreich-Programm für die Entwicklung des ländlichen Raumes gemäß Art. 57 Pkt. 5.3.3.2.3.1 (Maßnahmenpunkt 14.2.2 Biotop- und Artenschutz sowie Maßnahmenpunkt 14.2.5 Sonstige Bewusstseinsbildung). Weiters wird versucht Mittel durch Sponsoring zu erhalten. Zusätzlich zu den anerkennbaren Kosten ist auch durch Vorlage der getätigten Eigenleistung in Form von Stundenlisten in der Höhe von mindestens 15.000,00 Euro verpflichtend.